Dezember 28

Folge 005: Nachhaltigkeit und Minimalismus – weniger ist NICHT immer mehr!

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Nachhaltigkeit ist ein wirklich wichtiger Wert für mich. Manchmal kollidiert Nachhaltigkeit aber mit Einfachheit. Wie dafür eine Lösung finden kannst erzähle ich dir am Beispiel "Wickeln mit Stoffwindeln".

In dieser Folge erzähle ich außerdem von meinem falschverstandenen Minimalismus, warum weniger NICHT immer mehr ist und wie befreiend es für dich sein kann, wenn du deine Prioritäten kennst.

Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken und

bleib' neugierig auf dein Leben!

Deine Elske



Transkript

Hallo und herzlich willkommen bei „Einfach Erfüllt Leben“ - dein Podcast für Minimalismus, der weitergeht als nur ein leeres Zuhause: Dein Podcast für ein erfülltes Familienleben. Mein Name ist Elske und ich bin berufstätige Mutter von zwei kleinen Kindern. Ich bin schon einen langen Weg gegangen und ich möchte mit dir hier unbedingt meine Erfahrungen und meine Erkenntnisse teilen.
Meine Vision ist, dass Frauen in ihre volle Kraft und ihre volle Größe kommen und den Marschbefehl annehmen, den Gott ihnen gegeben hat für ihr Leben. Damit sie ein erfülltes Leben leben können, und zwar direkt aus der Quelle.


Hallo wunderbare Frau! Ich freue mich total, dass du heute wieder eingeschaltet hast zu einer neuen Folge von „Einfach Erfüllt Leben“. 

Ich habe heute ein Thema mitgebracht, Nachhaltigkeit und Minimalismus beziehungsweise Nachhaltigkeit und Vereinfachung, und wie das manchmal so gar nicht zusammenpasst.

Also ich hatte selbst das Problem, sagen wir mal vor drei Jahren, glaube ich, noch oder vier Jahren, als ich noch ein sehr kleines Kind hatte, und ich habe meine Kinder mit Stoffwindeln gewickelt, so undogmatisch wie möglich, aber nach dem Motto „Jede Windel zählt“. Und gerade mein zweites Kind ist eigentlich in den vollen Genuss der Stoffwindeln gekommen, und da war ich schon so ein bisschen - hatte ich ja auch schon erzählt in meiner Folge, wo ich darüber spreche, wie Minimalismus mein Leben verändert hat - da war ich schon auf den ersten Spuren von Minimalismus und Vereinfachung und wie ich mein Leben einfach organisiert haben wollte.

Damals habe ich es noch nicht verstanden, dass Minimalismus nicht immer bedeutet, Dinge zu zählen und so wenig wie möglich von Sachen zu besitzen. Mir war oder mir ist Nachhaltigkeit supersuperwichtig. Also ich denke, wir sollten einfach total vorsichtig und reflektiert mit unserer Umwelt umgehen, mit der Welt, die uns Gott anvertraut hat, damit wir sie bewohnen dürfen und sie benutzen dürfen.

Ich bin auch so aufgewachsen, also ich bin auf einem Öko-Weingut aufgewachsen, für die, die es noch nicht wissen. Mir wurde quasi die Nachhaltigkeit mehr oder weniger zusammen mit dem Wein in die Wiege gelegt.

Aber mir ist auch wichtig, meinen Kindern eine entspannte Mutter zu sein und ihnen ein Zuhause zu bieten, was einfach nicht Riesenchaos ist. Und deshalb habe ich versucht, so gut wie möglich auszumisten, zu reduzieren. Ich hatte damals noch nicht verstanden, worum es wirklich geht, wie gesagt.

Aber wir haben auf jeden Fall Stoffwindeln verwendet. Und auch im Kindergarten, der Kindergarten hat da mitgemacht. Ich konnte mich aber nicht so richtig durchringen, mehr Stoffwindeln zu kaufen, obwohl wir sie eigentlich gebraucht hätten, damit es entspannter wird. Es war irgendwie so ein konstanter Kampf. Also ich konnte mich nicht entscheiden, ist jetzt meine Priorität Nachhaltigkeit, weil die Stoffwindeln, die ich verwendet habe, die haben trotzdem so eine Kunststoffaußenschicht gehabt.

Das ist so eine atmungsaktive Membran, wo dann Baumwoll-Inlays reingelegt wurden, um die Windeltätigkeit quasi zu machen. Und das wurde dann immer gewaschen. Das andere war aber, dass wir eigentlich ein bisschen mehr gebraucht hätten davon, damit es entspannt ist. Und wie gesagt, ich habe irgendwie hin und her überlegt, und es war so ein konstanter Kampf, bis ich irgendwann gedacht habe: Was ist denn jetzt hier wirklich meine Priorität?

Ist jetzt meine Priorität, so wenig Sachen wie möglich zu haben und so nachhaltig wie möglich zu sein? Oder ist meine Priorität, dass ich jetzt hier ein bisschen mehr Entspannung in den Alltag bekomme und nicht konstant am Waschen bin, weil der Windelvorrat leer ist und dadurch gestresst bin?

Oder ist meine Priorität einfach, entspannt zu sein und meine Kinder mit sauberen Stoffwindeln aus einem großen Fundus zu versorgen? Und da habe ich dann wirklich gemerkt: Okay! Einfachheit ist das Wichtigste in diesem Fall und Nachhaltigkeit ist das Zweitwichtigste. Und Einfachheit bedeutet in diesem Fall, nicht weniger zu haben, sondern mehr von etwas zu haben.

Und dann, als ich endlich diese Entscheidung getroffen habe, - also über Entscheidungen treffen kann ich übrigens auch noch ungefähr eine ganze Podcast-Serie machen wahrscheinlich, damit habe ich echt schon viel gerungen - also dann habe ich die Entscheidung getroffen: Ich will's einfacher haben.

Ich habe mich an den Rechner gesetzt, ich habe noch vier zusätzliche - ich weiß es noch genau - Stoffwindeln bestellt und danach war es einfacher, es war entspannter, mein Leben wurde reicher dadurch, weil ich mehr mich um andere Sachen kümmern konnte, als ständig waschen für Stoffwindeln. Man muss eh relativ viel waschen, das ist nicht so schrecklich, wie man es sich vorstellt, aber ich hab‘s mir leichter gemacht dadurch.

Ich möchte dir das unbedingt auch mitgeben, also diese Folge ist jetzt eher so ein Pep-Talk, glaube ich, weil: Mach's dir einfach, mach‘s so, dass es dir dient, mach‘s so, dass es am besten für euch ist.

Und meine Prioritäten sind klar, also mir ist Nachhaltigkeit mega-mega-superwichtig, aber meine oberste Priorität ist eben Einfachheit. Man kann nicht alles haben.

Man kann keinen Haushalt haben, der einfach ist, wo alles supereasy gestaltet ist, zusätzlich nachhaltig, zusätzlich alles Zero Waste und plastikfrei, zusätzlich noch regional, saisonal und Bio, und dann auch noch alles selbstgemacht, Selbstversorger, und dann auch noch vielleicht, man ist immer total entspannt. Also das funktioniert einfach nicht.

Du musst, nein, du musst gar nichts. Ich möchte dich inspirieren, überleg mal, setze dich hin, schreib auf, was du alles für Prioritäten für euer Familienleben hast, was dir alles wichtig ist in deinem Familienleben, und dann verteile Punkte. Du darfst einmal 5 Punkte verteilen, einmal 4 Punkte. Also bring einfach die 5 wichtigsten Dinge in eine Reihenfolge. Und wenn du dich nicht entscheiden kannst, dann setze eine Zeit lang das eine an die erste Stelle, und wenn du merkst, nein, das ist es nicht, dann setze eine Zeit lang das andere an die erste Stelle.

Und dann gucke dir deinen Katalog an, wenn du eine Entscheidung treffen möchtest, und handle. Also ich wollte zum Beispiel immer alles selbst machen und regelmäßig möchte ich irgendwie Brot backen oder sowas, ja, selbst. Und dann denke ich immer: Ah! Will ich jetzt Sachen anschaffen dafür oder nicht? Und dann sehe ich: Okay! Selbstversorgung ist vielleicht jetzt nicht meine oberste Priorität, meine oberste Priorität ist Einfachheit. Also werde ich mir einen Laden suchen, wo ich leckeres Bio-Brot kaufen kann, was gesund ist, und dann werde ich das mit dem Brotbacken einfach sein lassen und outsourcen. Weil das entspricht sonst nicht meiner Priorität in meinem Leben, in meinem Haushalt. Und dadurch vereinfache ich auch mein komplettes Küchenequipment und habe weniger Zeug, um das ich mich kümmern muss, was ich rumräume, was ich aufräume, was ich an die Seite räume, wenn ich was anderes in den Schrank stellen will. Also all diese Sachen. Es ist so:

Manchmal ist weniger NICHT gleich mehr. 

Aber wenn du deine Prioritäten klar hast, dann hast du einfach eine Guideline, wie du dich entscheidest in bestimmten Situationen. Bevor ich mich jetzt total verheddere, möchte ich einfach hier einen Stopp machen 😉

Überlege dir gut, was sind deine Prioritäten und dann lebe diese Prioritäten. Und wenn du diese Zeit jetzt zwischen den Jahren nutzen möchtest, wenn du merkst, okay, meine Priorität ist jetzt erst mal hier Ordnung zu schaffen, ich weiß, wie das ist nach den Weihnachtstagen, dann ist es einfach erst mal chaotisch, weil so viele, viele neue Sachen reingekommen sind.

Und jetzt ist auch die beste Zeit mit deinen Kindern zusammen alte Sachen auszumisten. Also macht das wirklich zusammen, mach‘s nicht alleine heimlich, sondern überlege mit denen zusammen, was du machen kannst, wie ihr es machen könnt, was gehen darf.

Und auch für dich selbst: Gehe mit gutem Beispiel voran, gehe auf meine Seite, lade dir die Checkliste runter „17 Dinge, die du heute noch ausmisten kannst für ein erfüllteres Leben“. Zeige deinen Kindern, dass du das machst.

Nimm die Checkliste in die Hand und gehe mit ihnen die Sachen durch, lass sie dir helfen. Sie kommen auf den Geschmack, also nicht beim ersten Mal vielleicht, nicht beim zweiten Mal, aber so langsam aber sicher werden sie merken: Okay! Das ist wichtig für uns, irgendwie macht das Spaß, was die Mama da macht. Es ist zwar nicht so cool, wenn Sachen wegkommen, aber es ist danach aufgeräumt und man hat einen besseren Überblick, man findet Sachen.

Also gehe auf meine Seite, lade dir die Checkliste runter und fang an, mach den ersten Schritt. Die Zeit ist jetzt ideal.

Das war‘s für heute und ich freue mich einfach, dass ich dich begleiten darf.

Bitte schreib mir unbedingt eine E-Mail, wenn du irgendwelche Wünsche hast, über die sprechen soll.

Und ich wünsch dir:

Bleib neugierig auf dein Leben!

Deine Elske


Tags

minimalismus, nachhaltigkeit, prioritäten, vereinfachen, weihnachten


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