November 26

Folge 001: Aufräumen mit Schuldgefühlen als Mutter [Podcast]

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Kennst du auch diese nörgelnden Schuldgefühle, die uns Mütter bei allem möglichen und unmöglichen begleiten?

In dieser Episode geht es darum, was wir als Mütter für Schuldgefühle mit uns herumtragen, woher sie kommen und warum es wichtig ist – sowohl für uns, aber auch für unsere Kinder – damit aufzuräumen.

Viel Freude beim Entdecken: Bleib‘ neugierig auf dein Leben!

Deine Elske

In dieser Episode erwähnt

Transkript

Hallo und herzlich willkommen bei „Einfach Erfüllt Leben“ – dein Podcast für Minimalismus, der weitergeht als nur ein leeres Zuhause: Dein Podcast für ein erfülltes Familienleben. Mein Name ist Elske und ich bin berufstätige Mutter von zwei kleinen Kindern. Ich bin schon einen langen Weg gegangen und ich möchte mit dir hier unbedingt meine Erfahrungen und meine Erkenntnisse teilen. Meine Vision ist, dass Frauen in ihre volle Kraft und ihre volle Größe kommen und den Marschbefehl annehmen, den Gott ihnen gegeben hat für ihr Leben. Damit sie ein erfülltes Leben leben können, und zwar direkt aus der Quelle.

Hey, wunderbare Frau, hier ist Elske.

Ich freue mich total, dass ich heute wieder in deinen Ohren sein darf und dich begleiten kann beim Wäsche zusammenlegen, beim Spülen, beim Aufräumen, beim Autofahren, wenn du deine Kinder gerade irgendwohin fährst oder hingefahren hast, oder auf dem Weg zur Arbeit bist oder, oder, oder.

Ich habe heute ein Thema, das mich total beschäftigt, weil ich habe das jetzt schon von so vielen Frauen gehört, von so vielen Müttern gehört und mich macht das so traurig, wenn ich höre, wieviel Schuldgefühle viele Frauen mit sich herumtragen, wenn sie sich auf den Weg machen, um sich das Leben zu holen, was sie gerne möchten und wie sie in ihre eigene Größe kommen so langsam nach und nach. Es ist mir ein totales Anliegen, da heute mal drüber zu sprechen, weil diese Mutterschuldgefühle – also in Englisch gibt’s auch ein ganz gutes Wort dafür, das ist Mom Guilt, also Mutterschuld – diese Mutterschuldgefühle, das finde ich total krass, das ist so lähmend, dann immer dieser Gedanke: Oh! Ich mache jetzt das, aber ich sollte eigentlich mit meinen Kindern was zusammen machen oder ich sollte meine Kinder früher abholen vom Kindergarten oder Schule. Und ich sollte jetzt hier nicht einfach auf der Couch liegen und mir meine Auszeit nehmen, sondern ich sollte eine Aktivität mit meinen Kindern unternehmen, zum Beispiel irgendwas total Kreatives, total Abgefahrenes, was du auf Pinterest gesehen hast, als du dich mal wieder da abends rumgetrieben hast.

Das ist dieses: Oh! Ich sollte eigentlich das und das tun, obwohl ich gerade viel mehr Lust hierauf habe. Das geht auch ganz vielen Müttern so, die arbeiten.

Also eine Mutter hat mich letztens angesprochen, dass sie jetzt wieder zehn Stunden arbeitet und dann verpasst sie eben das gemeinsame Abendessen mit den Kindern oder sie kommt nur so kurz vor knapp dazu. Sie macht sich halt voll den Stress, dass sie es irgendwie schafft, bei diesem Abendessen dabei zu sein.

Und ich habe gedacht: Ah! Mach doch einfach dein Ding, dein Partner wird‘s schaffen, mit den Kindern auch mal zu dritt zu Abend zu essen. Und was ist der Weg da raus? Sehr, sehr viele Mütter haben das, ich habe das auch. Ich bin nicht ganz so empfänglich für Schuldgefühle als Mutter, vielleicht bin ich sogar selbst ein bisschen zu distanziert teilweise von meinen Kindern.

Also da möchte ich jetzt auch gar nicht mich jetzt irgendwie heraufwürdigen oder so oder mit dem Finger auf irgendjemand anders zeigen. Es gibt halt auch das andere Extrem, aber ich denke, das ist eher die Angst vor dem anderen Extrem, das uns diese Schuldgefühle macht. Ich war selbst auch schon alle Arten von Mutter, glaube ich. Also noch nicht alle, aber sehr viele Arten von Mutter. Ich war schon Mutter und Hausfrau Vollzeit, ich war schon mit einem Säugling am fast Vollzeit-Arbeiten für viele Monate. Das war während meiner Promotionszeit, da habe ich 30 Stunden gearbeitet und bin nach Hause gekommen, habe mein Kind, mein fünf Monate altes Kind von der Tagesmutter geholt und habe mich dann abends wieder an den Schreibtisch gesetzt und weiter an der Doktorarbeit geschrieben und Analysen gemacht und so weiter.

Ich habe schon zu Hause gearbeitet und war selbstständig über mehrere Jahre und jetzt bin ich angestellt und arbeite im Homeoffice, also Dank sei Corona. Ich habe auch schon ganz viele unterschiedliche Zeiten gearbeitet.

Und ich habe gemerkt, ich bin zwar selbst nicht so anfällig für diese Mutterschuldgefühle, aber ich hatte das Gefühl, ich müsste die haben, weil das dazugehört für eine Mutter. Und als mir das klargeworden ist, ich fand das total erschreckend. Sich mal zu fragen: wem gegenüber hat man denn Schuldgefühle?

Ich hatte eher ein Schuldgefühl, dass ich nicht so viel Schuldgefühle hatte, wie ich eigentlich haben sollte. Aber überleg dir doch mal, wenn du davon geplagt bist, wem gegenüber genau hast du denn ein Schuldgefühl? Hast du das Schuldgefühl deinen Kindern gegenüber? Kommen die wirklich zu kurz? Müsstest du wirklich mehr mit denen machen? Dann gäbe es ja die Möglichkeit ganz konkret einzuplanen, am Wochenende eine besondere Aktion mit Kind A, B oder C zu machen.

Hast du vielleicht deinem Partner gegenüber Schuldgefühle, weil du denkst, du müsstest eigentlich mehr mit den Kindern machen, weil er das so erwartet? Hast du dir selbst gegenüber Schuldgefühle, also deinen eigenen Erwartungen gegenüber, weil du das Gefühl hast oder weil du denkst, eine Mutter sollte so und so und so sein? Dann kannst du dich fragen: Ist das wirklich so?

Muss eine Mutter so sein, gibt es andere Beispiele von Müttern, die du vielleicht tollfindest, bewunderst, von denen du was lernen kannst? Es gibt sehr erfolgreiche Mütter, die wenig Zeit mit ihren Kindern verbringen, es gibt Mütter, die 24/7 mit ihren Kindern zu Hause sind. Also wo siehst du dich da?

Was willst du denn wirklich, welche Erwartungen hast du denn an dich und wie realistisch ist es und wie viel Freude hättest du wirklich daran, wenn du das so machen würdest? Und vielleicht hast du auch Schuldgefühle deiner eigenen Mutter gegenüber, weil die das immer so gemacht hat, weil sie vielleicht immer für dich da war? Oder weil du zu Hause sein möchtest, einfach mit deinen Kindern und den Haushalt schmeißen willst und total Bock darauf hast und deine eigene Mutter immer arbeiten war und es total wichtig findet für Frauen, dass sie auf eigenen Füßen stehen?

Wo kommt dieses Schuldgefühl her?

Oder hast du vielleicht Schuldgefühle deinen Ahnen gegenüber, deine Großmütter, deine Urgroßmutter? Was gibt es da für Geschichten in deiner Familie? Dann stellt sich halt so die Frage für mich: Wie kann man denn gut damit umgehen? Was sind so Möglichkeiten da raus zu kommen?

Ich hatte es ja schon mal gerade so ein bisschen gesagt, dass du dich eben fragen kannst: Woher kommt denn dieses Schuldgefühl? Wegen wem gegenüber hast du dieses Schuldgefühl? Ich denke, es ist eben so, wir Mütter, wir sind nicht nur Mütter, wir sind auch Personen und wir haben Vorlieben und Hobbys und Dinge, die wir gerne machen möchten in unserem Leben, und Ziele und Visionen. Und diese Zeit, die deine Kinder zu Hause sind, die ist so kurz im Vergleich. Also ich hoffe, du hast ein langes Leben, aber diese Zeit ist einfach superkurz.

Ich merke das selbst, meine Kinder sind acht und fünf und ich denke, ich habe heute mein jüngstes, mein fünfjähriges Kind angeguckt und dachte so: Oh krass! Wo kommen denn diese langen Beine her plötzlich? Du warst doch gerade noch so ein schönes, kleines, süßes, winziges Knuddel-Baby. Und das ist total Klischee und ich höre es mich sagen, und ich denke auch noch so, oh je, jetzt gehörst du auch zu denen, die sagen: Ja, genieße die Zeit, es ist so schnell vorbei.

Aber wenn man überlegt vielleicht, ich bin selbst mit 18 ausgezogen, vielleicht ziehen meine Kinder mit 18 aus, und dann ist jetzt schon bei meiner Tochter, acht Jahre von 18 sind schon vorbei, also fast die Hälfte. Nächstes Jahr ist die Hälfte dieser Zeit vorbei.

Reduziere dich nicht zu sehr auf diese Zeit, wo du Mutter von kleinen Kindern bist oder Mutter von Kindern, die zu Hause leben, genieße diese Zeit und mache aber trotzdem auch dein eigenes Ding.

Ein anderes Beispiel ist, wie du damit umgehen kannst, dass du vielleicht deine Perspektive änderst, indem du sagst, okay, das ist wichtig für meine Kinder, dass sie auch dieses Lebensmodell kennenlernen. Also, dass sie sehen, ich bin eine Frau, die auch andere Interessen hat, als nur zu Hause zu sein und Mutter zu sein. Das heißt nicht, dass du jetzt unbedingt arbeiten gehen musst, wenn du das überhaupt nicht möchtest oder brauchst oder keine Ahnung.

Oder vielleicht hast du auch Kinder, die besonders viel Aufmerksamkeit brauchen und du kannst auch gar nicht arbeiten, selbst wenn du es wolltest. Das bedeutet das gar nicht, aber zeige ihnen, dass du auch eine Person bist, dass du Hobbys hast, dass du Vorlieben hast, die du auslebst. Und wenn eben eine besondere Notwendigkeit oder Wille ist, dass du arbeitest, dann zeige ihnen, dass das zu dir gehört und dass eine Frau arbeiten kann oder auch nicht, wie das eben dann so passt. Sei ein Vorbild für deine Kinder.

Und zeige ihnen auch, wenn du in diesem Zwiespalt bist, also zeige ihnen, dass man durchaus den Zwiespalt aushalten kann und dass man den leben kann, also dass du kein Opfer bist, sondern dass du bewusste Entscheidungen triffst und auch zu diesen Entscheidungen stehst. Ich merke, dieses Thema ist total emotional für mich, ganz so krass habe ich es mir eigentlich nicht vorgestellt, aber ich wünsch dir einfach, dass du diese Mutterschuldgefühle irgendwie loslassen kannst.

Und wenn es nicht klappt, dann hilft es auf jeden Fall, also mir hilft es, falls es mich mal überkommt, einfach anzuerkennen, okay, das ist jetzt hier „Mom Guilt“. Also das ist jetzt so ein typisches Mutterschuldgefühl, wenn zum Beispiel das Kind total schlapp ist und krank auf der Couch hängt und man weiß, okay, ich muss jetzt irgendwie eine Regelung finden, dass ich arbeiten kann und trotzdem mich ums Kind kümmere.

Und dann kommt noch mal die Oma für eine Stunde und liest was vor und irgendwie geht der Tag schon rum, aber so ganz richtig kümmern kann ich mich nicht. Dann umarme ich dieses, oh Mann, jetzt wäre ich eigentlich gerne für mein Kind da, aber ich möchte auch was anderes machen.

Ich umarme das und ich gehe arbeiten mit diesem Schuldgefühl. Das darf einfach da sein und es sitzt dann einfach neben mir und ich gucke mich ab und zu mal um und sehe, ah ja, du bist ja immer noch da und ich arbeite weiter.

Und später, wenn ich nach Hause komme oder wenn ich aus meinem Arbeitszimmer rauskomme, dann bin ich für mein Kind da. Das ist vielleicht ein bisschen unpopulär, es wird nicht jede von euch erfreuen das zu hören, weil ich weiß, es gibt sehr viele andere Stimmen und ich weiß, dass auch Mutterschuldgefühle sehr zu diesem Opferverhalten und Opferrolle von Müttern dazugehört, zu einem gewissen Selbstverständnis, die man so vor sich herträgt auch.

Aber frag dich wirklich, ob du nicht damit aufräumen kannst.

Apropos Aufräumen, wenn du merkst, dass du einfach total am Aufräumen bist und denkst, ich bin hier die ganze Zeit nur am Aufräumen, ich räume die ganze Zeit hinter meinen Kindern her, es ist wieder ein Riesenchaos, da habe ich übrigens eine Lösung für dich. Weil das sollte dich nicht davon abhalten, mit deinen Kindern irgendwas Tolles zu unternehmen.

Und deshalb habe ich so eine kleine Checkliste zusammengestellt, also sie ist eigentlich nicht klein. Deshalb habe ich eine Checkliste zusammengestellt mit 17 Dingen, die du heute noch ausmisten kannst für ein erfüllteres Leben. Also so eine richtige Hands-on-Checkliste, du kannst zu meiner Seite gehen elskeschoenhals.de und ich habe das auch noch mal in den Shownotes verlinkt.

Also gehe zu meiner Seite, lade dir diese Checkliste runter, miste aus und dann hast du den ersten Schritt auf jeden Fall zu einem aufgeräumteren Zuhause gemacht. Und du musst einfach da dir keine Gedanken mehr machen, dass du dann keine Zeit hast für deine Kinder.

Weil DAS finde ich wirklich schade, wenn man so viel mit seinen Dingen beschäftigt ist und dadurch einfach total viel Zeit verliert. Das finde ich wirklich zeitverbrannt.

Und mein Ziel ist auch, eine Bewegung zu kreieren, die einfach den ganzen Mist und Schrott und Krempel aus diesen Häusern und Wohnungen dieser Welt bläst, damit die Mütter dieser Welt wieder mehr Freude haben, ein leichteres Leben und einfach erfüllt leben können, damit sie in ihre Kraft kommen, in ihre Stärke kommen, in die Größe und so ein erfülltes Leben, wie Gott es für sie auch sich vorstellt und für sich wünscht.

Gut, das war‘s für heute. Das war das, was mir auf dem Herzen lag, was ich denke, das musste jetzt unbedingt mal raus und in die Welt gebracht werden.

Ich freue mich, dass du dir die Zeit genommen hast, das dir anzuhören. Und nimm das einfach mit.

Du bist nicht nur Mutter, du bist auch eine Person und du bist wertvoll und einzigartig.

Bleib neugierig auf dein Leben!

Bis zum nächsten Mal.


Tags

familienleben, muttersein


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  1. Liebe Elske,

    Danke, dass du dieses Thema anpackst.
    Ich denke auch, dass es beim Mamasein kein Schwarz und Weiß gibt. Auch, weil wir Frauen alle unterschiedlich gemacht sind.
    Ja, wir brauchen auch mal Mut zu sagen „Das ist jetzt für mich“. Wir als Mamas sind auch für uns verantwortlich – nicht nur für unsere Familie.

    Ich habe von einer anderen Mutter einmal eine tolle Aussage gehört: „Ich bestimme den Haushalt, nicht der Haushalt bestimmt mich.“

    Bei uns haben wir eine Mittagspause eingeführt, damit ich mal eine Zeit am Tag habe in der ich einfach mal 1 Stunde machen kann, was mir gerade wichtig ist oder gut tut.
    Meine Kids sind 2 und 4 Jahre und halten sich daran – auch wenn es ein Stück Arbeit war 🙂

    Ich wünsche allen Müttern das Richtige Maß für sich.

    1. Liebe Julia,
      danke, dass du das teilst – sowohl der Haushalt wie auch die Mittagpause. Der Haushalt macht zwar immer noch einen relativ großen Teil meines Lebens aus (schließlich wohnen und leben wir darin), aber die Last, die damit verbunden war ist wesentlich leichter geworden.
      Eine Mittagspause…. ein Game-changer! Auf jeden Fall eine Podcastfolge wert.
      Finde ich ein echt schönes Ziel „das richtige Maß für sich“ zu haben.
      Herzliche Grüße,
      Elske

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